Architekturgalerie am Weißenhof - Stuttgart

Vorschau

Jahresprogramm 2011/12

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AGW_PRG201112

architekturwelten

 

Alles sei Architektur, so einmal Hans Hollein. Ob man das nun als Polemik oder Anspruch, als Herausforderung oder als Resignation verstehen möchte – gerade weil es so viele Möglichkeiten gibt, Holleins Postulat zu interpretieren, zeigt sich, dass er so falsch nicht gelegen haben kann. Das Jahresprogramm der architekturgalerie am weißenhof zeigt exemplarisch, wie vielfältig Architektur verstanden werden kann. Architekturwelten ist ein Plädoyer dafür, den Reichtum der Architektur, den Reichtum der Imagination und jenen der Realität nicht einem auf realisierte Gebäude eingeschränkten Blick zu opfern.

 

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29. September 2011 – 20. November 2011

Bildräume / Raumbilder – Architektur für den Film

Raum im Sinne eines statischen Bildraums, wie wir ihn aus der Malerei oder partiell auch aus dem Bühnenbildbereich kennen, existiert im Film nicht. Hier ist er fragmentiert in zweidimensionale, dynamische Raumbilder, die sich erst in unserem Kopf aufgrund von Sehgewohnheiten wieder zu einem Ganzen zusammenfügen. Mit Entwurfsskizzen, Zeichnungen und Fotos von Szenebildern aus dem Archiv der Kinemathek Berlin und studentischen Arbeiten der Filmakademie Baden-Württemberg, sowie einem Begleitprogramm in der Filmgalerie 451 widmet sich die Ausstellung der Filmarchitektur – dem Szenenbild – dem Production Design.



1. Dezember 2011 – 29. Januar 2012

Sunder-Plassmann Architekten – Museum der Unschuld


Der Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk kaufte vor 13 Jahren ein schmales hohes Altstadthaus von 1894 im europäischen Stadtteil Beyoglu. In seinem Roman mit dem Titel „Museum der Unschuld“ wird die Atmosphäre beschrieben, die das Museum eines Tages haben soll. Das Büro Sunder-Plassmann hat gemeinsam mit Orhan Pamuk für das Museum der Unschuld das Gebäude- und Ausstellungskonzept entwickelt und realisiert. Der Roman erschien 2008, das Museum in Istanbul eröffnet 2012. Die Ausstellung zeigt Bilder, Pläne und Modellstudien des Museums.

 

 

9. Februar 2012 – 8. April 2012

G. M. Cantacuzino – Eine hybride Moderne

 

Auf europäischer Ebene ist der rumänische Architekt und Intellektuelle G. M. Cantacuzino (1899–1960) inzwischen eine nahezu unbekannte Größe. G. M. Cantacuzino (GMC) entwickelte sich insbesondere im Rumänien der 1930er Jahre zur integrativen Leitfigur einer versöhnlichen Spielart der Moderne. Gezeigt wird ein Querschnitt durch das breitgefächerte Werk GMCs. Dessen architekturkulturelle Strategie zeigt beispielhaft die fruchtbaren Verknüpfungsmöglich- keiten zwischen Tradition und Moderne – und birgt darin eine bemerkenswerte Aktualität.

 

 

19. April 2012 – 6. Mai 2012 Offene Galerie

Linie / Fläche / Volumen – Architektur an Schulen

 

Zum zweiten Mal bietet die architekturgalerie am weißenhof Stuttgarter Schülern die Gelegenheit, die Ergebnisse ihrer Auseinandersetzung mit dem Thema Architektur in zeichnerischer und dreidimensionaler Form in einer Ausstellung zu präsentieren.
Ein Projekt von Schülerinnen und Schülern der Mittel- und Oberstufe des Schickhardt-Gymnasiums und des Evangelischen Mörike-Gymnasiums mit den Lehrerinnen Ingrid Börner-Seitz und Elisabeth Schweizer-Maier.

 

 

10. Mai 2012 – 24.Juni 2012

Atelier Brückner – Der inszenierte Raum

 

Das Atelier Brückner inszeniert Räume, entwickelt Szenografien für Museen, Messen und Großevents – Räume voller Dynamik und Energie, voller Intensität und Magie; laute und leise, permanente und temporäre Erlebnisse.
Die Ausstellung in der architekturgalerie präsentiert sich als Blick hinter die Kulissen. Anhand eines realen Projektes stellt sie den Schaffensprozess szenografischer Arbeit vor. Vor Ort – in der architekturgalerie am weißenhof – wird eine aktuelle Ausstellung erarbeitet. Der Besucher ist eingeladen, das Projekt zu begleiten, den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Ateliers über die Schulter zu schauen und sich auch selbst aktiv einzubringen.

 

 

5. Juli 2012 – 16. September 2012

Mut zur Stadt – Urbane Transformationen

 

Städte werden nicht nur durch Abriss und Neubau verändert oder neu überschrieben – Städte sind Netze von Beziehungen und Aktionen, sie bestehen aus Räumen, deren Nutzungen immer wieder verhandelt werden. In den letzten Jahren haben sich einige Büros in Europa mit der Frage beschäftigt, wie Architekten und Städtebauer jenseits eingeübter Planungspraktiken agieren, wie sie in temporären oder mobilen Interventionen – spielerisch improvisierend, unter Beteiligung von Bürgern – den gesellschaftlichen Raum der Stadt aktivieren, die Sicht auf die Stadt verändern und ihn neu in aktuelle Diskurse einbinden können. Die architekturgalerie am weißenhof stellt eine Auswahl aktueller Positionen urbanen Intervenierens vor.




 

die architekturgalerie am weißenhof wird dauerhaft unterstützt von: landeshauptstadt stuttgart, architektenkammer baden-württemberg, bda bund deutscher architekten baden-württemberg, eicher werkstätten, erco, heinrich schmid maler ausbauer dienstleister.

 

darüber hinaus helfen uns sponsoren und stiftungen mit einmaligen zahlungen ausstellungsvorhaben zu realisieren.